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By Silvester Popescu-Willigmann

Normalisierungs- und Normierungspraxen der Mehrheitsgesellschaft schließen Menschen mit zugeschriebener Behinderung von der gleichberechtigten Teilhabe am Erwerbsleben aus. Silvester Popescu-Willigmann geht von einer kulturellen Genese behindernd wirkender sozialer Praktiken aus und rekonstruiert aus dieser Perspektive die Laufbahnen hochqualifizierter, beruflich erfolgreicher Menschen mit einer signifikanten Hörschädigung. Der Autor entwickelt ein Modell ihres „Kampfes um (berufliche) Anerkennung“, in dessen Zentrum Bewältigungsstrategien stehen. Das Buch bietet Anknüpfungspunkte für weitere Forschung sowie Anregungen für Betroffene und die organisierte Selbsthilfe.

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Erinnern und Vergessen: Erinnerungskulturen im Lichte der deutschen und polnischen Vergangenheitsdebatten

Impliziert soziales Erinnern zwangsläufig einen Prozess „organisierten Vergessens“? Wie werden durch die Auswahl erinnerter Inhalte kollektive Selbstbilder konstruiert? Sind Erinnerungen normativ aufgeladene Konzeptualisierungen der Vergangenheit? Aus der Perspektive der Wissenssoziologie analysiert Anna Zofia Musioł den Wandel von Erinnerungsregimen vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Zerfalls des realen Sozialismus in Deutschland und in Polen.

Hochschulerfinderrecht: Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis

Mit dem Wegfall des Hochschullehrerprivilegs 2002 kommen auf die deutschen Hochschulen neue Aufgaben zu. Forschungsergebnisse müssen nun auf Ihre Verwertbarkeit geprüft, Patentanmeldungen getätigt und zahlungskräftige Abnehmer gefunden werden. Zudem stellen sich ganz neue Fragen in Bezug auf die Lehr- und Forschungsfreiheit, die Einwerbung von Drittmitteln und die Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Industrie.

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Gnmdlegend fIir dieses Modell ist folglich ein Normalitätsverständnis, welches io Bezug auf Durchschnitte und andere statistische Größen definiert wird - und welches somit fIir sich genommen von eioem N ormativitätsverständnis abzugrenzen ist (Hirschberg 2003: 119; vgl. ). Das ICF-Modell, welches eine Erweiterung des vormals bestehenden, ebenfalls noch eioseitige Kausalität unterstellenden ICIDH-Modells der WHO ist, versteht sich als "biopsychosozialer Ansatz", der medizioische wie soziale Dimensionen von Behinderung vereioen will (Hirschberg 2003: 118).

Mit Foucault den als behindert etikettierten Körper zu analysieren heißt herauszuarbeiten, dass es ihn als definierbare. abgrenzbare und erkennbare Einheit. kurz: als soziales Phänomen erst dann geben kann, wenn sich entsprechende Episteme und Wissensfonnen, Strategien und Machtpraktiken um ihn herum verdichten. Folglich ist Behinderung als ein ,Dispositiv' (Foucault 19788) zu denken, als eine die Abweichung produzierende Machtstruktur, die auf wissenschaftlichen Disziplinen ebenso beruht wie auf operativen Kontrollprogrammen der Disziplinierung und Normierung.

Dieses ging alsbald mit einer Vielzahl von Publikationen in unterschiedlichen Medien auch in die Wissenschaft ein. Dessen Verständnis voo Behinderung gilt als inhaltlicher Kern des britischen Zweiges der Disability Studies. Mit Beginn der 1980er Jahre trieben insbesondere Finkelstein und Oliver die Etablierung der Disability Studies in den akademischen Betrieb Großbritao- niens voran. In Deutschlaod waren ,Behindertenbewegungen' ab den 1970er Jahren aktiv, zum Beispiel im Ra1nnen der sogenaonten Kroppelbewegung.

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