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By Peter Kupsch

Risiken sind untrennbar mit menschlichem Handeln verbunden. Wenn die Wirtschaftswissenschaften dem Risikoaspekt dennoch besondere Bedeutung beimessen, dann vielleicht deshalb, weil die Risikoubernahme als besondere Funktion des Unternehmers betrachtet wird. Wahrend der Faktor "Arbeit" fruher, soweit nicht dem dispositiven Faktor zurechenbar, lediglich eine in strumentale Komponente des betrieblichen Kombinationsprozesses bildete, sieht die moderne entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre in Unter nehmungen heute Organisationen mit mehrpolarigen Willensbildungszentren, in denen auf allen Ebenen der Leitungshierarchie Entscheidungen getroffen werden. Folglich ergibt sich fur alle Organisationsteilnehmer die now not wendigkeit, sich mit der Problematik von Verlustgefahren im weitesten Sinne auseinanderzusetzen. Der Grundgedanke dieser Arbeit ist einfach: Es genugt im Rahmen der sozialwissenschaftliehen Fundierung der Betriebswirtschaftslehre nicht, bei der examine von Entscheidungen auf die nicht erklarungsbedurftige Risiko einstellung der Aktaren zu verweisen und durch sie Prozessablaufe und ausserlich beobachtbare Wahlakte zu erklaren. Allerdings ist es zum gegen wartigen Zeitpunkt nicht moglich, eine umfassende Theorie des Risiko verhaltens zu entwickeln, die sich von der Unfallpsychologie bis hin zur Risikoverschiebung bei wirtschaftlichen Gruppenentscheidungen erstreckt. Ziel dieser Arbeit ist es vielmehr, die verschiedenen Ansatze zur Risiko problematik in der Betriebswirtschaftslehre darzustellen und mit der Ent wicklung eines Grundmodells des individuellen Problemlosungsverhaltens einen eigenen Beitrag zur Diskussion zu stelle

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Wossidlo (1970), S. , der den Terminus "Friktion" verwendet. 2. 1. Risikobezogenheit der allgemeinen Unternehmungspolitik Die betriebswirtschaftliche Risikolehre ist eine Darstellung der gesammelten Erfahrungen über Risikoprobleme und mögliche Handhabungsformen einschließlich der Verrechnung spezieller Risiken im Rechnungswesen der Unternehmung. Sie widmet sich in erster Linie der Begriffsklärung und der Systematisierung der Gefahrenquellen und Abwehrmaßnahmen und leistet damit nur einen relativ beschränkten Beitrag zur Analyse von Risikophänomenen in der Unternehmungstheorie 1).

Die Beschreibung dieser Verhaltensdimension durch relevante Merkmale ist wegen ihrer internen Mehrdimensionalität schwierig durchzuführen. "Risikoverhalten scheint seiner Natur nach multidimensional zu sein. Es schließt wesentliche subjektive Komponenten ein und wird von einer Reihe motivationaler und weiterer Determinanten beeinflußt" 18). Grundsätzlich hängt die Risikoeinstellung eines Individuums auch von der Art des jeweiligen Risikos ab. Es ist z. B. möglich, daß ein Wirtschaftssubjekt eine riskante Investition befürwortet, aber ein gefährliches Überholmanöver auf der Straße scheut.

Wird die Rechtsform der Unternehmung in den Mittelpunkt gestellt, dann lassen sich Risiken der Einzelunternehmung, der OHG sowie anderer Gesellschaftsformen unterscheiden. Ebenso lassen sich Risiken nach Wirtschaftszweigen gliedern. Bei genetischer Betrachtung des Wirtschaftsgeschehens stehen den Gründungs- und Standortrisiken die Risiken des Betriebsablaufs und der Liquidationsphase gegenüber. 2. Das Instrumentarium der betriebswirtschaftliehen Risikopolitik Relativ unbeeinflußt von den Bestrebungen, die vielfältigen Risikoerscheinungen in ein mehr oder minder vollständiges und umfangreiches Ordnungsschema zu bringen, entwickelt die betriebswirtschaftliche Risikolehre verschiedene Systeme von Risikohandhabungsmaßnahmen, die sich zumindest in ihren Einzelelementen ebenso unterscheiden wie die zahlreichen Risikogliederungen.

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